H2S-Abscheider

Herbst Umwelttechnik bietet drei Verfahren zur Schwefelwasserstoffabscheidung an:

Herbst-Biofilter für große Volumenströme, insbesondere in Klärwerken

Mit Hilfe von Mikroorganismen (Thiobacillen) wird das H2S im Herbst-Biofilter auf einem anorganischen Trägermaterial abgebaut. Dabei entsteht schwefelige Säure und Wasser. Die anaroganische Schüttung, auf der die Thiobacillen leben, wird kontinuierlich mit Natronlauge neutralisiert. Hierdurch wird die gewünschte stabile Prozessführung erreicht. Die Einbauten im Herbst-Biofilter sind verschleißfrei und müssen nie ausgetauscht werden.

In situ H2S-Abscheidung

Methanbakterien reagieren empfindlich auf H2S, wodurch die Biogasbildung behindert wird. Durch den Einsatz von Eisenhydroxid wird das H2S direkt in einer Biogasanlage oder im Faulturm abgeschieden. Herbst Umwelttechnik bietet komplette Siloanlagen für Eisenhydroxid  sowie Dosier- und Suspensionsreaktoren an, mit denen das Eisenhydroxid problemlos in den Prozess eingeschleust werden kann.

Adsorptive H2S-Abscheidung

Zum Schutz des Gasmotors wird vor der Verbrennung das H2S adsorptiv abgeschieden. Als Adsorbens kommt Eisenhydroxid zum Einsatz. Durch die Zugabe von Luftsauerstoff in den Adsorber wird die Eisenhydroxid-Schüttung so lange regeneriert, bis die elementare Schwefelkonzentration ihren Maximalwert erreicht hat, ca. 300 g Schwefel pro Kilogramm Adsorbens. Das beladene Eisenhydroxid lässt sich kontinuierlich aus dem Adsorber aus- und das unbeladene Eisenhydroxid einschleusen.

H2S-Kleinadsorber — Aufbereitung von Frischluft zur Gebäudebewetterung

Speziell für die Aufbereitung von leicht kontaminierter Frischluft entwickelt, lassen sich mithilfe des H2S-Kleinadsorbers  kostengünstig und zuverlässig die gesundheitsschädlichen und aggressiven Schwefelwasserstoffe auch in geringen Konzentrationen abscheiden. Häufige Anwendungsbereiche sind  Industriegebiete, Wasseraufbereitungs- und Biogasanlagen, in deren Umgebung die Luft oftmals mit Schwefelwasserstoff belastet ist.  Wird diese Luft für die Bewetterung von Gebäuden genutzt, können gesundheitliche Probleme auftreten bzw. empfindliche, elektronische Bauelemente geschädigt werden.